Jahreshauptversammlung des SV Viktoria Birten am 01.10.2021

Mit 48 Mitgliedern war die JHV des SV Viktoria Birten am Freitagabend in der Vereinsgaststätte „Zum Amphitheater“ gut besucht und der Vorsitzende Frank Tekath konnte feststellen, dass alle Teilnehmer die vorgeschriebenen 3G-Regeln einhielten.

Dadurch, dass die Versammlung im Jahr 2020 Corona bedingt ausfallen musste, waren die Berichte des Vorstandes und der Abteilungen dementsprechend etwas ausführlicher. Einen Mitgliederschwund durch Corona konnte der Vorstand nicht feststellen, im Gegenteil. Es meldeten sich in diesem Zeitraum mehr Sportler im Verein an als ab. Der Vorstand bedankte sich bei allen Betreuern, die in der Corona Zeit auch mit erschwerten Auflagen die Übungs- bzw. Trainingsstunden weiterhin aufrecht hielten.

Die im Protokoll von 2019 angekündigten Maßnahmen wurden in den vergangenen 2 Jahren allesamt umgesetzt und mehr noch. Zum Beispiel wurden auf dem Sportplatz zahlreiche Projekte angegangen. Pflasterung der Fläche für die mobilen Tore, Umbau des Materialraums, im Zuschauerbereich wurden Bänke installiert, Anzeigetafel in Betrieb genommen, Bereich des Tennisplatzes wurde modernisiert, Lüftungsanlage in beiden Umkleidekabinen wurden eingebaut, aber auch an die großartige Spendenaktion im Juli dieses Jahres für die Flutopfer wurde erinnert.

Somit fiel es den anwesenden Mitgliedern auch nicht schwer, den alle vier zur Wahl stehenden Vorständen, Frank Tekath, Jürgen Terhorst, Thomas Baumann und Marcel Stolberger das Vertrauen für eine weitere Amtszeit zu geben. Sie wurden ebenso einstimmig gewählt, wie die beiden neuen Beisitzer Enrico Sechzig und Patrick Behrens. Neuer Kassenprüfer wurde Guido Heitfeld.

Im Ausblick für das kommende Jahr wurde angekündigt, das es zu Jahresanfang eine Nordic-Walking-Gruppe unter der Leitung von Karin Greeven geben wird. Der Bauantrag für den geplanten Fitnessraum am Sportplatz wurde zwischenzeitlich abgegeben und man wartet nun auf die Erteilung der Genehmigung. Außerdem konnte der Vorstand verkünden, dass der geplante 15. Karnevalsfrühschoppen am 20. Februar 2022 wie gewohnt, jedoch unter 3G-Regeln stattfinden soll, sollte es keine gravierenden Änderungen im Pandemiegeschehen geben.

Für Ihre lange Vereinstreue wurden folgende Mitglieder geehrt:

25 Jahre: Björn Conrad, Frank Engelskirchen, Thomas Janßen, Benno Voet, Patrick Behrens, Thomas Bosch, Tim Peters, Martin Remy, Eric Schäfer, Marco Terworth, Ludger Lemken, Martin van Hüüt, Thimo Mertzen, Jürgen Remy

40 Jahre: Willi Keisers, Wilhelm Greeven, Jürgen Terhorst, Stefan Gietmann

50 Jahre: Johannes Scholten, Berthold Greeven, Norbert Stieler, Egon Killemann, Uwe Zimmermann

60 Jahre: Klaus Zimmermann, Jakob Kremers, Hermann-Josef Lemken, Friedhelm Klöckner, Günther Ehren

65 Jahre: Günther Tekath

75 Jahre: Wilhelm Theußen, Karl Angenendt

Alle Jubilare erhielten aus den Händen des Vorsitzenden Frank Tekath und des Ehrenamtsbeauftragten Stefan Decken eine Urkunde und ein kleines Präsent. Die beiden „75er“ Wilhelm Theußen und Karl Angenendt konnten an der Versammlung leider nicht teilnehmen, werden aber vom Vorstand zu Hause besucht. Ihnen wird ein Präsentkorb und die Urkunde vom Verein nachträglich überreicht.

Gruppenbild der anwesenden Jubilare + Vorstand

  • 60 Jahre Hermann-Josef Lemken

  • 50 Jahre Johannes Scholten

  • 60 Jahre Klaus Zimmermann

  • 50 Jahre Egon Killemann

  • 40 Jahre Stefan Gietmann

  • 40 Jahre Jürgen Terhorst

  • 65 Jahre Günther Tekath

  • 40 Jahre Willi Keisers

  • 60 Jahre Jakob Kremers

  • 75 Jahre Karl Angenendt

  • 75 Jahre Willi Theußen

Spendenaktion für die Opfer der Flutkatastrophe im Juli 2021

Am Freitag, den 16.07.2021 hat unser Alt-Herren Mitglied Rudi Just zu einer Spendenaktion zu Gunsten der Opfer der Flutkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz aufgerufen.  Aufgrund der direkten Betroffenheit seiner Nachbarin machte sich Rudi auf den Weg und organisierte diese einzigartige Spendenaktion. Wir vom SV Viktoria Birten unterstützten ihn dabei. Innerhalb von 36 Stunden wurden über 10.000 Menschen dank unserer Facebook-Seite darüber informiert.

Es wurden Sach- sowie auch Geldspenden gesammelt. Beides war ein voller Erfolg. Über 70t Sachspenden wurden mit drei LKW´s in das Katastrophengebiet gefahren und dort persönlich abgegeben.

Die Summe der Geldspenden belief sich auf ca. 5.800€, der SV Viktoria rundete die Summe auf 6.000€ auf und konnte somit den 2 betroffenen bekannten Familien direkt helfen. Ein anderer Teil wurde der allgemeinen Flutopferhilfe zur Verfügung gestellt.

Bedanken möchten wir uns bei den vielen freiwilligen Helfern, die uns und Rudi bei dieser Aktion am Sonntag auf dem Sportplatz und am Samstag bei der Verteilung geholfen haben. Eine einmalige Aktion, von der noch lange gesprochen wird und den Opfern wirklich geholfen hat.

Schon vor Beginn der Sammelaktion am Sonntag um 15 Uhr gaben bereits etliche Menschen ihre Spenden auf unserer Platzanlage in Birten ab. Der Platz wurde in Themenbereiche unterteilt, so das die Spender ihre Sachen schon selbstständig sortiert abgeben konnten.

Gemischte Kartons und Säcke wurden von uns weitestgehend auseinander sortiert und den Bereichen zugeteilt. Anschließend wurden die Sachen ebenfalls sortiert in unterschiedliche Container und Transporter geladen, die dann zum Katastrophengebiet gefahren wurden. Hier die Bilder vom Sonntag der Sammelaktion.

Am Samstag, den 24.07.  machten wir uns mit dem Konvoi auf in Richtung Swisttal. In Swisttal-Heimerzheim wurde der erste Teil der Spenden in zwei Zelte untergebracht. Bei unserer Abfahrt kamen schon die ersten Flutopfer und konnten sich bereits in dem Spendenlager bedienen und benötigte Ware mitnehmen. Weiter ging die Fahrt nach Ollheim zu einer Gaststätte, in dessen wir die Ware vom 40t Sattelschlepper abladen konnten.

An beiden Orten haben wir die Waren wieder nach Themenbereiche sortiert, so das den Menschen vor Ort die Arbeit beim Auspacken deutlich erleichtert wird. Große Dankbarkeit der Menschen wurde uns entgegengebracht. In Ollheim kamen sofort ca. 10 Leute, die uns beim Ausladen geholfen haben.

Am Ende übergaben wir symbolisch einen Schal und eine Cap der Viktoria und nahmen ebenfalls kleine Geschenke des dortigen Karnevalvereins entgegen. Nun sollen Freundschaftsspiele beider Vereine im Senioren- und Altherrenbereich folgen. Vielleicht entsteht hier ja eine neue Freundschaft….

Jahreshauptversammlung 2019

Die Mitglieder von Viktoria Birten finden, dass Frank Tekath einen sehr guten Job an der Spitze des Vereins macht. Auf der Hauptversammlung sprachen sie ihm jedenfalls erneut ihr Vertrauen aus und bestätigten den Vorsitzenden in seinem Amt. 33 Mitglieder kamen in den Saal des Restaurants „Zum Amphitheater“ und hörten Tekath zu, als er das zurückliegende Geschäftsjahr zusammenfasste.

Der Vorsitzende sprach unter anderem über die sanierten Duschkabinen, den neuen Brunnen, die überarbeitete Homepage und die Kippsicherungen, die an den Toren installiert wurden. In der Vorschau berichtete Tekath, dass für die Senioren-Fußballer mit Alexander Wisniewski und Christian Reymann ein neues Trainer-Team verpflichtet wurde. Zudem möchte der Vorstand die Vereinsberatung durch den LSB in Anspruch nehmen und die Satzung überarbeiten. Und weitere Bauarbeiten am Sportplatz stehen an.

Bei den Wahlen wurde nicht nur Frank Tekath in seinem Amt bestätigt, sondern auch Geschäftsführerin Angela Hügen. Beisitzer ist Markus Winnekens, Kassenprüfer Sven Ratz. Die Aufgaben des Ehrenamtsbeauftragten übernimmt weiterhin Stefan Decken.

Für langjährige Vereinstreue wurden folgende Personen geehrt: Willi Schäfer (25 Jahre), Hans-Gerd Rennings und Norbert Böhmer (jeweils 40 Jahre), Werner van Bebber (50 Jahre), Rudi Terhorst (60 Jahre) sowie Norbert Tekath und Karl Peters (jeweils 65 Jahre).

Auf der JHV wurden Norbert Tekath (2.v.l.), Werner van Bebber (M.) und Karl Peters (2.v.r.) vom Vorsitzenden Frank Tekath (r.) und seinem Stellvertreter Jürgen Terhorst (l.) geehrt.                       

Wie alles begann – die Geschichte der Viktoria

Die sogenannten „goldenen zwanziger Jahre“ waren für die Menschen in Deutschland nicht so golden, wie sie genannt wurden. Arbeitslosigkeit, Gewerkschaftskämpfe, dauernde politische Machtwechsel, Inflation und gesellschaftlicher Umbruch beherrschten das Tagesgeschehen. Trotzdem fanden sich Frauen und Männer, die in ihrer knappen Freizeit Sport trieben.

In unserer Gemeinde war es die zur damaligen Zeit immer populärer werdende Sportart Fußball. Gespielt wurde auf Wiesen oder abgemähten Weiden. Die Mannschaften wurden aus den beiden Ortsteilen Ober- und Unterbirten gebildet. Ab 1923 versuchte die KPD (kommunistische Partei Deutschlands) Sportvereine zu gründen, um junge Menschen als Parteimitglieder zu gewinnen. Die katholische Kirche erkannte diese Absicht sehr schnell und gründete ihrerseits ebenfalls Sportvereine: die DJK (Deutsche Jugendkraft). Unter dieser Bezeichnung wurde 1925 in Birten der erste Fußballverein gegründet: DJK Birten.

Erster Vorsitzender war Willi Engelskirchen, der von Stefan Ingenfeld, Josef van Vorst, Willi Baumann und Johann Tekath unterstützt wurde. Der Verein konnte nur mit den Mitgliedsbeiträgen wirtschaften. Spenden oder Zuschüsse gab es nicht. Somit mussten die Spieler selbst für Trikots und Fußballschuhe sorgen und mussten diese aus eigener Tasche bezahlen.

Zuerst wurden Freundschaftsspiele mit befreundeten oder Nachbarvereinen ausgetragen. Nachdem ein Dachverband gegründet worden war, wurden Meisterschaftsspiele mit großem Erfolg ausgetragen. Sie kamen nicht von ungefähr, sondern wurden durch eifriges trainieren erworben. Als Trainer fungierte Paul Oellers, ein junger, fußballbegeisterter Lehrer, der in Birten eine Anstellung gefunden hatte. Seine sportliche Arbeit fand im Kreis große Anerkennung.

Der Fußballplatz befand sich zu dieser Zeit zwischen der B57 und der Hartingstraße, gegenüber der Gaststätte van Vorst (Hof von Holland). Gespielt wurde oft vor einer Zahl von 200 Zuschauern, für uns heute eine fast unvorstellbare Zahl. Zur damaligen Zeit war es die einzige Abwechslung im Alltagsleben.

Stefan Ingenfeld und Johann Tekath waren beide Gründungsmitglieder unseres Vereins und im Vorstand tätig. Johann Tekath übernahm 1930 von ersterem den Vereinsvorsitz. Im gleichen Jahr wurde mit dem Neubau eines Platzes begonnen, der vom Verband gefordert wurde, weil der alte den Vorschriften nicht mehr genügte. Grund und Boden wurden vom Vereinswirt Engelbert Peuten zur Verfügung gestellt.

Schon damals galt der Leitsatz: „Selbst ist der Mann.“ In Eigenarbeit wurde innerhalb von zwei Jahren eine vorbildliche Anlage geschaffen, die ihren Dienst bis 1968 versah. Bedingt durch die politischen Verhältnisse, war der Verein gezwungen seinen Namen in SV Viktoria Birten zu ändern. Den sportlichen Erfolg tat dies keinen Abbruch. In den Spielen der Nordgruppe oder später im Kreisgebiet, Birtener Fußballer waren gefürchtete Gegner.

Die allgemeine Wehrpflicht und der Beginn des 2. Weltkrieges bedeutete für Vereine, wie der unsere einen nicht wettzumachenden Aderlass an Spielern. Vereinsfusionen fanden statt; so spielten auf einmal Veener und Birtener in einer Mannschaft, ehe zu Kriegsende der Spielbetrieb ganz eingestellt werden musste. Im Sommer 1945 fand die erste Versammlung nach dem Kriegsende statt. Als 1. Vorsitzender wurde Josef Schiffer gewählt, der maßgeblich daran beteiligt war, dass der Spielbetrieb wieder aufgenommen wurde. Gegner waren hier stationierte Engländer, Jugoslawen und Amerikaner. Im neu gegründeten Kreis Moers spielte die Birtener Mannschaft auf Grund der vielen ausgetragenen Freundschaftsspiele von Anfang an eine führende Rolle, die sie bis zum Ende der 50er Jahre inne hatte. Zu diesem Zeitpunkt mussten die meisten Spieler alters- oder berufsbedingt ihre sportliche Laufbahn beenden. Birten fiel fußballerisch in das berühmte Wellental und konnte an vergangene Tage nicht mehr anknüpfen.

Aufschwung nahm aber die Jugendarbeit in Verein. Dadurch genügte der Sportplatz nicht mehr zeitgemäßen Ansprüchen. Die ehemalige Gemeinde Birten mit dem Amt Alpen-Veen ließen 1968 einen modernen Ascheplatz errichten mit Laufbahn, Sprunganlagen und Begrünung. Zwei Jahre später erfolgte der Neubau eines Umkleidehauses mit sanitären Anlagen, der überwiegend in Eigenleistung erstellt wurde. Damit nicht genug. 1973 wurde ebenfalls in Eigenleistung eine behelfsmäßige Beleuchtungsanlage für Trainingszwecke errichtet, die 1976 fachmännisch auf den heutigen Stand gebracht wurde.

Der Zahn der Zeit nagt bekanntlich an vielen Dingen, so auch an unseren Kabinen mit Dusch- und Toilettenanlagen. Die Alte-Herren-Abteilung krempelte die Ärmel hoch und brachte alle Räume mit Vertäfelungs-, Anstreich- und Verfliesungsarbeiten 1996 auf Hochglanz. Einmal in Schwung, wurde nach entsprechender städtischer Genehmigung 1997 ein Überdach errichtet, und der Vorplatz der Umkleidehauses gepflastert. Im selben Jahr wurde damit begonnen, auf der Platzanlage Spielgeräte zu installieren, um kleineren Zuschauern eine Kurzweil zu bieten. Der Einbau einer Gasheizung folgte im Jahre 1998. Im Sommer 2008 wurde diese Heizungsanlage erneuert, da die Warmwasserkapazität nicht mehr ausreichte. In diesem Zuge wurden in den kommenden 2 Jahren die gesamten Umkleideräume saniert. Was lange währt wird doch noch gut. Viele Jahre lang wurde über die Notwendigkeit einer Berieselungsanlage für den Ascheplatz diskutiert. Diese wurde ebenfalls im Sommer 2008 errichtet und in Betrieb genommen.

Viel Eigenengagement ist auch heute noch gefragt. Und so wächst die kleine, aber feine Anlage heute danke vieler Hände und unermüdlichem Einsatz stetig weiter und kann so auch den modernen Anforderungen der Gebäudetechnik standhalten.

Im Jahr 2012 konnte nach einjähriger Bauzeit der neue Naturrasenplatz eingeweiht werden. Der alte Ascheplatz war nun Geschichte. Kurz zuvor wurde auch das Vereinsheim, so wie es heute aussieht, errichtet.

Einen historischen Leckerbissen stellen die Bilder des Spiels der Viktoria gegen die Traditionsmannschaft „Uwe Seeler“ 1975 dar. Das Spiel fand vor ca. 3.000 (!) Zuschauern statt. Nie zuvor und nachher waren jemals so viele Zuschauer gleichzeitig auf dem Platz.

In der Traditionself spielten Helmut Rahn (Weltmeister 1954, Teilnehmer WM 1958), Herbert Erhardt (Weltmeister 1954, Teilnehmer WM 1958, 1962), Helmut Haller (Vizeweltmeister 1966, Teilnehmer WM 1962, 1970), Max Lorenz (Vizeweltmeister 1966, Teilnehmer WM 1970), Bernd Patzke (Teilnehmer WM 1970), Gerhard Elfert (Bundesliga Hannover 96, Bor. M.Gladbach, Eintr. Braunschweig), Heinz Steinmann (Bundesliga 1.FC Saarbrücken, Werder Bremen), Helmut Schimeczek (Bundesliga Werder Bremen), Franz Josef Pauli (Bundesliga Hannover 96), Kirchner, Treimetten, Greiner